Nein zur Sünde!


Johannes 15,5
5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, dieser bringt viel Frucht, denn außer mir könnt ihr nichts tun


2. Korinther - Kapitel 3. 5
5
nicht daß wir von uns selbst aus tüchtig sind, etwas zu denken, als aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit ist von Gott,

Wer nicht erkennt, dass der Hochmut, das ich, das grundlegendste Problem ist, dass sich gegen den Gehorsam Gottes stellt, muss sich nicht, über das immer wieder kehrende Versagen des Willens gottgefällig zu leben nicht wundern. Aus eigener Kraft den HERRN zu lieben und sich Ihm hinzugeben, wird einem nicht in die Wiege gelegt, denn der Mensch ist in seiner Natur nicht dazu befähigt, sich selbst zu einem gottgefälligen Menschen zu machen.

In mehreren Artikeln wurde darauf hingewiesen, dass wir trotzdem, eine «eigene» Verantwortung tragen dem HERRN unser Leben, ein Opfer, darzubringen. Ebenfalls, dass wir uns in Selbstbewährung von der Sünde fernhalten müssten. Ja, all dies stimmt, aber mit dem Wort „selbst“ ist nicht unsere Natur gemeint, sondern das neue geistliche Geschöpf. Denn die Bibel differenziert ganz klar zwischen dem Äusseren und dem Inneren Menschen. Der äussere Mensch ist vergänglich und der innere muss täglich erneuert werden. Aber wie? Gott hat uns im Heiligen Geist die Kraft dazugegeben nein zur Sünde, zu sagen! Er ist die in uns wohnende Quelle des Gehorsams und der Einsicht des Willen Gottes. Durch ihn leben wir nicht mehr uns selbst, sondern für den, der für uns gestorben ist, Jesus Christus. Doch wie kann ich meinen Hochmut, der sich gegen das Wirken des Heiligen Geistes stemmt, meiden? Auch wenn ich mir Mühe gebe, es will nicht funktionieren! Solche Fragen haben unteranderem ihren Uhrsprung, in der Undankbarkeit für das Werk auf Golgatha, dessen über alle Masse umfassende Grösse des Leidens und der Liebe Jesus Christus einem nicht bewusst ist oder teilweise auch nicht betrachtet wird. Woher kommt wohl die Aufforderung, den Blick auf Golgatha zu werfen (Heb 12,2)? Weil der Mensch, so gleich er keine Nöte hat, viele Male nicht dazu befähigt ist, sein Herz Jesus Christus darzureichen, weil er in diesem von Lasten befreiten Zustand die Abhängigkeit Gottes nicht als notwendig empfindet. Jenen aber ist er nahe, die zerbrochenen Herzens sind
(Ps 34,18): „Nahe ist der HERR denen, die zerbrochenen Herzens sind, und des zerschlagenen Geistes sind, rettet er.“
Der geisterfüllte Christ ist sich dem unverdientem Geschenk Gottes, die Gnade, durchaus bewusst und bringt dem HERRN, Lob und Ehre dar, sogar auch nur dann, wenn er die wunderbare Schöpfung, die seine prachtvolle Majestät der Erhabenheit über alle Dinge widerspiegelt, erfasst.
Gewurzelt in seiner Liebe, schöpfen wir unsere Kraft, dem HERRN den Dank für all seine Liebe und seine Verheissungen zu geben, die wir in Zukunft noch erfahren werden. Auch wenn Jesus Christus im Lukasevangelium Kapitel 9 Vers 62 sagt: „Niemand, der seine Hand an den Pflug gelegt hat und zurückblickt, ist geschickt zum Reiche Gottes“, können diese Rückblicke, wenn sie nicht das Verlangen nach dem alten Leben ergreifen, einen daran erinnern, wie Barmherzigkeit Gottes Liebe ist, indem wir erkennen, welch ein erbärmliches Leben wir vor der Bekehrung führten. Ein Leben, in dem wir mit unseren Werken versuchten uns selbst zu verwirklichen; In Werken, die wir als hocherhaben empfunden haben, vor allem dann, wenn wir dafür Lob erhielten. Ein Leben mit Sehnsüchten und Wünschen, mit dem übergeordneten Ziel, das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen. Jedoch wurde am Kreuz unser Leben, samt den fleischlichen Lüsten und Leidenschaften mit Jesus Christus gekreuzigt, sodass wir nicht mehr uns selbst leben, sondern Christus in uns (Gal 2.20). Daher, wie falsch ist es, wenn man jetzt, IN Christus, noch versucht dem Menschen zu gefallen! Die Bibel sagt uns eindeutig im Galaterbrief Kapitel 1 Vers 10: „Denn suche ich jetzt Menschen zufrieden zu stellen, oder Gott? oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Knecht nicht“. Wie sollen wir nun, wenn wir weiterhin das Ansehen einer Person suchen, gleichzeitig versuchen dem HERRN zu gefallen, wenn wir kontinuierlich das pflegen, was wir bereits vor der Bekehrung taten (Matt 6,24)?
Ein geteiltes Herz wird niemals erkennen, auf welchen Grundlagen sich die treue Nachfolge auf Jesus Christus stützt. Es kann den Sinn, des heiligen gottgefälligen Schlachtopfers (unser Leben), das wir dem HERRN täglich darbringen sollten, nicht erfassen. Denn welch eine Unmöglichkeit ist es, dem HERRN ein ungeteiltes Herz zu schenken, wenn wir uns der Welt und deren streben nach Selbstverwirklichung gleichmachen und es meiden unseren Sinn zu erneuern. Ein neuer Sinn, in dem wir prüfen könnten, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.
Wir sollen in einem inbrünstig hungrigen Zustand, sein Wort in uns festigen, so dass wir schlussendlich in keiner Hinsicht mehr, uns selbst betrachten, sondern auf den blicken, der wegen seiner über alles überhabenden Liebe für uns starb. Eine Liebe, die uns treu bis zum Ende, vor all dem bewahrt, was wir aus eigener Kraft nicht meiden könnten.
Was für ein Widerspruch, wenn der eigene Wille die siegende Kraft der Beherrschung über die Versuchung sein sollte, da gemäss der Bibel, es nicht möglich ist, allein Herrscher über alle Dinge zu sein. Nicht nur einmal lesen wir, dass wir uns selbst (im Geist) bewahrt vor Gott darstellen müssten, sondern werden vermehrt darauf hingewiesen, dass wir selbst die Verantwortung zur treuen Nachfolge tragen müssen.

(2 Tim 2,15) „Befleißige dich, dich selbst Gott bewährt darzustellen als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit recht teilt.“


Doch so einer Fragt sich: „wie kann ich selbst, nach dem Willen Gottes, ohne Murren oder Zweifeln leben, wenn in der Bibel mehrmals „selbst“ zu lesen ist?
Bereits wurde darauf hingewiesen (Artikel - Fleischlich oder Geistlich), dass es die reine, geistliche Herzenshaltung zu Jesus Christus ist, die in der Fülle des Heiligens Geistes  uns ermöglicht, Nein zur Sünde sagen zu können. Also sind es nicht wir es, sondern Er ist‘s, der in uns wirkt - (Phil 2,13) „13 denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken, nach seinem Wohlgefallen.“ – so stellt sich also die Frage, wie kann Gott in uns wirken?
Gott hat uns einen Befehl gegeben, sein Wort zu erforschen ( Jes 34,16) und dies nicht ohne Grund! Wie ist es möglich, zu wachsen, ohne täglich zu speisen? Im Vergleich zur Nahrung, die wir täglich zu uns nehmen, ist seine Speise lieblich, sanftmütig und erschreckend zu gleich.
Diese Speise, sein Wort, hat die Kraft unser Leben in solch ein Leben zu verwandeln, in dem wir keine Lust mehr empfinden, dem eigenen Willen Vorrang zu geben. Wir leben ein Leben, in vollkommender Herrschaft Gottes und lieben seine spürbare Gegenwart in unserem Herzen. Genau das, was wir bewahren müssen ( Spr 4.23 ), denn wo unser Schatz ist, da ist auch unser Herz (Matt 6.21). Aus dem neuen Herz kommt unser Wille, und daher die Bereitschaft sich in Gottes Wort zu vertiefen. Ein aufrichtiger Wille, der den Liebesdienst an Jesus Christus, zu solch einem macht, welcher keinen Zwang an Gehorsam beinhaltet, sondern sich an der Unterjochung Gottes mit Einsicht erfreut. Einsichtig, dass es unmöglich ist, dass der Mensch aus eigener Kraft, solche Wege begehen kann, wie Gott sie für einen vorbereitet hat, denn zu sehr befindet sich der Mensch in Unruhe und stetigen Schwankungen seines Gemütes. Wohl kaum kann er seinen Durst zur innerlichen Befriedigung seines Wesens stillen, da er keineswegs die Fähigkeit dazu besitzt, die tief in ihm verborgenen Sehnsüchten zu erfassen – nur Gott kann das.
Gott also wirkt in uns, wenn wir seinem Wort, seine Ratschlüsse zu unserem Leben machen – dies aber mit ganzem Herzen. Sobald es Jesus Christus gehört, nicht nur ein wenig, ein bisschen, sondern als ein aufopferndes Geschenk, dass man über alle Masse nicht zurückfordernden würde, dann wirkt Gott uns das Wollen und das Wirken! Dann werden wir in Nein zur Sünde sagen!! Dann leben wir in der Wonne des Segen Gottes, in warmer geborgener Liebe, gleich den Jungvögelchen, die in ihren Nestern mit absoluter Zuversicht auf ihre Mutter warten, die für ihre Kinder alles daransetzt, sie zu ernähren und zu stärken. Gott hat uns ein reichlich gesegnetes Leben verheissen. Es ist nicht möglich, dass Gott seine Versprechungen nicht einhält. So sollen wir uns immer wieder daran erinnern, dass wir selbst die Ursache, eines Trübsalen Lebens sein können. Mögen uns schlimme familiäre Situationen den Atem stehlen, oder finanzielle Probleme eine Zukunft in Nöten beschweren, so darf man nicht meinen, dass Gottes wirksames Eingreifen nur für diejenigen erfolgte, in denen man ein strahlendes Lächeln sieht, denn selbst sie, können durch schwere Nöte in ihrem Leben geprägt worden sein.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Unmögliche durch Jesus Christus, mein Heiland, möglich wurde. Nicht weil ich nie sündige, sondern weil ich IHN von ganzem Herzen liebe. So wünsche ich jedem, die Erkenntnis, dass wenn man sein Leben nicht dem hingibt, der sein Leben für uns hergab, sein Wort in seinem Herzen verankert, erforscht und wirken lässt, freimütig seinen Glauben bezeugt, keine Kompromisse mit der Welt eingeht und in wahrer Demut sich vor Gott beugt, niemand aus eigener Kraft es vermag Nein zu Sünde zu sagen.